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Die Magie der Farben. Wie sie Ihr Leben und Ihre Arbeit verändern können

– Nur etwa 20 % der Farbentscheidungen, die wir treffen, sind uns bewusst, obwohl wir sie ständig treffen – sagt Karen Haller, führende Spezialistin für angewandte Farb- und Designpsychologie. Sie führt uns in ihre Welt, um unsere Liebe zu Farben neu zu entdecken.

In Vorbereitung auf das Interview zog ich mir das an, was ich in letzter Zeit ziemlich oft trage – ein blaues Top mit langen Ärmeln. Sagt das etwas über mich aus?

Karen Haller: Jede Farbe, die wir auswählen, dient dazu, das hervorzuheben, was wir in diesem Moment fühlen, wie wir uns fühlen möchten oder wie wir wahrgenommen werden wollen. Jede Farbe, die wir mögen oder nicht mögen, sagt etwas über uns, unsere Vergangenheit oder darüber, was gerade in uns vorgeht. Das ist nur einer der Aspekte von Farben, welchen ich untersuche – ich beschäftige mich mit dem menschlichen Verhalten und wie dieses mit Farben zusammenhängt.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Forschung? 

Ich habe mir eine Nische ausgewählt, die als Farb- und Designpsychologie bekannt ist. In meiner Arbeit untersuche ich, wie man jedem Projekt etwas Farbe geben kann, aber auch wie Farben eine zentrale Rolle in unserem täglichen Leben spielen können. Ich überprüfe, wie die Wirkung von Farben genutzt werden kann, um das Verhalten der Menschen zu beeinflussen, nur das Beste in ihnen hervorzubringen und eine positive Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohl fühlen. Es ist mir wichtig, dass Farben wieder in den Vordergrund rücken. Ich möchte unsere Einstellung zu ihr revolutionieren, damit wir sie für positive Veränderungen und mehr Wohlbefinden einsetzen.

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Wie wir bereits wissen, haben Farben Einfluss auf unser Verhalten und unsere Stimmung. Gibt es weitere Gründe, weshalb sie eine so wichtige Rolle in unseren Leben spielen?

Es reicht aus, uns für einen Moment die Welt ohne Farben vorzustellen – sofort bemerken wir, dass sie eine enorme Rolle einnehmen und wichtige Informationen mit sich tragen. Wie würden wir ohne Farben wissen, ob ein Insekt giftig ist, ob es uns stechen kann, ob wir die Straße überqueren können oder ob eine Frucht schon reif ist?

Das klingt logisch, aber normalerweise denken wir nicht daran, oder?

Farben sind ein erstaunliches Phänomen. Wir sind die ganze Zeit von Farben umgeben, egal wo wir uns befinden und was wir machen. Aber wir sind uns nur 20 % der Entscheidungen bewusst, welche mit der Auswahl von Farben zusammenhängen, obwohl wir sie jeden Tag treffen: auf ihrer Grundlage entscheiden wir, was wir anziehen, was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns ausruhen oder Energie tanken.

 

Wann sind Sie zum ersten Mal darauf aufmerksam geworden?

Ich hatte die erste „farbliche Erleuchtung“, als ich um die zwanzig war. Nach der Schulzeit begann ich meine Karriere im IT-Sektor: ich arbeitete als Projektmanagerin und Business Analystin. Das hatte wenig mit Farben zu tun. Nach einiger Zeit besuchte ich eine Abendschule, an der ich Modedesign studierte und später die Spezialisierung zum Hutmacher absolvierte. Eines Abends befestigte ich eine braune Feder an einen grünblauen Hut. Ich war selbst erstaunt, als ich diese Farbkomposition sah. Ich dachte: das ist es! Das ist die Farbe! Damals wusste ich nicht genau, was das bedeutet, aber ich beschloss mehr darüber zu erfahren.

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– Die Farbe führt dazu, dass wir etwas fühlen. Obwohl wir sie mit unseren Augen wahrnehmen, dringt sie in unser Herz ein. Sie ist mit unseren Gefühlen verbundenKaren Haller.

War es einfach oder ein eher steiniger Weg?

Ich begann damit, die traditionelle Farbtheorie zu studieren, die auf dem so genannten "Farbkreis" basiert. Dies ist die Anordnung von Farbtönen in einem Kreis, der die Beziehungen zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben zeigt. Sie wurde ursprünglich von Isaac Newton entwickelt und war für die Verwendung durch Künstler gedacht, aber für mich kratzte sie nur an der Oberfläche. Ich hatte das Gefühl, dass Farben eine viel wichtigere Rolle spielten - dass sie mit unserer Einstellung, unseren Gefühlen und unserem Verhalten in Verbindung stehen. Der Farbkreis gab mir keine Antworten auf meine Fragen: wieso jemand anderes Gelb mag und ich nicht, wieso jemand Rot mit Energie und fröhlicher Stimmung verbindet und ich mit Aggression, wieso mir gestern Orange gefiel und heute nicht mehr, wieso manchen Menschen Blautöne stehen und manchen nicht, warum ich mich in einem Café entspannen kann und in einem anderen weniger und Dutzende weiterer solcher Fragen. Meine weitere Suche führte mich auf einen Kurs in Kinderpsychologie und Innenarchitektur und zufällig auf einen Wochenend-Workshop in der hoch erforschten, aber wenig bekannten Disziplin der angewandten Farbpsychologie. Dies war das fehlende Stück des Puzzles; dies war mein zweiter Farb-Epiphanie-Moment - eine Wissenschaft, die uns hilft, die Sprache der Farben zu verstehen. Ich hatte endlich gefunden, wonach ich gesucht hatte.

Und wie ist diese Sprache?

Es ist eine Sprache, die wir alle sprechen – es ist eine unausgesprochene Sinnesansprache der Emotionen. Farben lassen uns etwas fühlen. Obwohl wir sie mit unseren Augen wahrnehmen, dringen sie in unser Herz. Sie sind mit unseren Gefühlen verbunden.

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Sie sind nun seit fast zwanzig Jahren in Ihrem Bereich tätig und gehören zu den Pionieren. Wie haben sich Ihre Anfänge gestaltet?

Ich lerne die ganze Zeit dazu – das ist es, was ich an Farben liebe. Jeden Tag entdecke ich etwas Neues. Die Anfänge waren jedoch nicht einfach, sondern ein steiniger Weg. Ich kann mich noch erinnern, dass man mir am Anfang sagte, dass es kein Interesse an so etwas wie Farbpsychologie geben wird. Nichts desto trotz wollte ich mein Wissen mit anderen teilen. Als Antwort hörte ich am häufigsten: „Womit beschäftigst du dich?“, „Was ist das überhaupt?!“ - Ich war jedoch überzeugt, dass dieser Bereich von Bedeutung ist, also arbeitete ich weiter mit Kunden und unterstützte sie bei der Auswahl der Farben für ihre Innenräume. Basierend auf meiner Erfahrung erschuf ich ein messbares Schema, das meinen Kunden hilft, positive Ergebnisse zu erreichen, unabhängig vom Kontext oder der Anwendung. Dank diesem Schema können endlose Diskussionen und Bedenken vermieden werden. Ich arbeite auch oft mit Architekten und Designern zusammen, die komplexe Lösungen für Kunden entwickeln.

Wie gefällt Ihnen die Zusammenarbeit mit Architekten und Designern ?

Ich liebe es, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie sind zunehmend an einer Zusammenarbeit mit einem Spezialisten im Bereich Farb- und Designpsychologie interessiert. Jeder von uns verfügt über konkrete Fähigkeiten und Teamwork bedeutet, dass wir innovative Lösungen für eine sich dynamisch entwickelnde Realität finden können. Immer mehr Designer setzen sich mit mir in Verbindung, um mit mir zusammenzuarbeiten. Oft werde ich ins Team eingeladen, um sie zu unterstützen, ein Angebot zu entwickeln, da ihnen die Bedeutung von Farben immer bewusster wird und als Vorteil gegenüber der Konkurrenz betrachten.

 

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Und wie wird die Farbpsychologie jetzt betrachtet?

Ich schrieb mein Buch „The Little Book of Colour, How to Use the Psychology of Colour to Transform Your Life,” das im August 2019 erschien (vom Penguin Verlag veröffentlicht). Das Buch ist wirklich für jeden geeignet und soll uns vor allem dabei helfen, die Liebe zu Farben wieder zu entdecken. Ich freute mich sehr, als meine Publikation unter Designern populär wurde. Immer öfter hörte ich, dass sie in ihrer Arbeit mein Buch nutzen und ihnen bewusst wurde, wie man mit Farben arbeiten kann, und auch wie man das Thema beim Kunden kommuniziert. Das zeigt mir, dass Farbe allmählich ernst genommen wird und nicht mehr nur etwas ist, das nur ästhetisch ansprechend oder ein nachträglicher Gedanke ist.

The Little Book of Colour

Erfahren Sie mehr über das Farbphänomen im Buch von Karen Haller „The Little Book of Colour” hier.

Können Sie beschreiben, wie Ihre Arbeit normalerweise mit dem Kunden aussieht?

So seltsam es auch klingen mag, bei meiner Erstberatung spreche ich nicht über Farbe oder Design - das kann sehr leicht in eine langwierige subjektive Debatte ausarten. Stattdessen bleibe ich objektiv, indem ich mich auf Bereiche wie den Kontext, den Zweck, kundenspezifische Überlegungen, positive Verhaltensweisen und positive Ergebnisse konzentriere, die mein Kunde für die Nutzer des Raums ausgedrückt sehen möchte. Ich sammle und analysiere diese Daten und kann daraus die spezifischen harmonischen Farben, die Sättigung, die Proportionen und die Platzierung zusammen mit dem Designstil ermitteln, der wahrscheinlich für die Mehrheit der Menschen, die den Raum nutzen, ein positives Ergebnis erzeugt. Die Verwendung meines angewandten Farb- und Designpsychologie-Frameworks bedeutet, dass es einen ordnungsgemäßen Arbeitsablauf im Designprozess gibt, der auf den Endnutzer ausgerichtet und messbar ist.

 

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– Innerhalb der letzten vierzig Jahre waren graue Büros sehr alltäglich – ein Industriestil, außergewöhnlich praktisch und überaus schlicht. Die Unternehmen organisierten damals oft Ausflüge in die Natur für ihre Angestellten, um neue Energie und Motivation zu tanken – sagt Karen Haller, Autorin des Buches „The Little Book of Colour”.

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Und wie hängt das Farbkonzept mit unserer Effizienz und unserem Wohlbefinden bei der Arbeit zusammen?

Innerhalb der letzten vierzig Jahre waren graue Büros sehr alltäglich – ein Industriestil, außergewöhnlich praktisch und überaus schlicht. Die Unternehmen organisierten damals oft Ausflüge in die Natur für ihre Angestellten, um Energie und Motivation zu tanken. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Erholung nicht lange anhielt, sobald die Personen wieder in ihre grauen Büros zurückkehrten – die Menschen fühlten sich wieder müde, ohne Energie und Motivation.

Dieses Phänomen hat sogar einen eigenen Namen: das Sick-Building-Syndrom. Einfluss darauf haben verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel: die Luft, Lichtquellen, Temperatur, Ergonomie, Gerüche und Akustik – also verschiedene sensorische Eindrücke, die heute als Wohlbefinden bezeichnet werden. Obwohl die Qualität dieser Faktoren sich im Laufe der Jahre wesentlich verbesserte, blieb die Farbe selbst unbemerkt. Früher wurde eine Änderung in diesem Bereich nicht in Betracht gezogen. Auch heute noch werden Farben als ein Zusatz, als Deko, betrachtet.

Dann sahen wir viele Büros, die in leuchtenden Farben mit verspielten Rutschen, Seilbrücken und Baumhäusern gestaltet wurden, was funktioniert, wenn dies mit den Werten und Ergebnissen Ihres Unternehmens übereinstimmt, allerdings könnte sich dies einfach so anfühlen, als ob Sie von einer minimalen sensorischen Erfahrung des grauen Utilitarismus zu einer kompletten emotionalen Überwältigung übergegangen sind. Nur weil es für eine Branche oder eine Markenpersönlichkeit funktioniert, heißt das nicht, dass es auch für alle anderen funktionieren wird.

 

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Farben sind also ein wertvolles Werkzeug!

Und das Erstaunlichste ist, dass wir dieses Werkzeug die ganze Zeit in Reichweite haben – im Kleiderschrank, im Büro, im Unternehmen, Marken oder Produkten – wenn wir es uns genau überlegen, arbeitet jede Branche mit Farben.  Noch nie gab es eine so große Auswahl an Farben, die es uns ermöglicht, Räume so zu gestalten, dass wir uns wohlfühlen und gedeihen können.

Interessant, dass Sie die Auswahl erwähnen. Mit manch neuen Ideen scheint es Versuche zu geben, Farb- und Designstile aufzwingen zu wollen?

Auf der Welt kommt es zu vielen unterschiedlichen Veränderungen. Eines der menschlichen Grundrechte ist das Recht zur Entscheidungsfreiheit. Das macht uns zu Menschen. Wenn es um die Entscheidungsfreiheit bezüglich Farben geht, hoffe ich wirklich, dass wir diese niemals verlieren.

The Little Book of Colour

Karen Haller ist führende Spezialistin für angewandte Farb- und Designpsychologie. Sie spezialisiert sich in der Farbauswahl für Marken und Innenräume. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sie sich mit Farben und versteht, wie diese sich auf unser Wohlbefinden und unsere Produktivität in der Arbeit auswirken und wie Designer dieses Wissen anwenden können, um den Erfolg des Kunden zu steigern. Sie berät, schult und veranstaltet Kampanien zum Thema der richtigen Farbwahl und entwickelt Strategien für Marken wie Farrow & Ball, Dove, Dulux, Orange Mobile, Logitech, Fiat oder BASF. 2019 veröffentlichte sie ihr Buch mit dem Titel „The Little Book of Colour”.

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